Alternative Schulen im Raum München

Montessori Schulen

Waldorf Schulen

Freie Schulen

Bei den Schulen der so genannten Reformpädagogik handelt es sich um unterschiedliche Ansätze, die das einzelne Kind stärker in den Fokus rücken. Wenn Ihnen die individuelle Entwicklung, die persönliche Entfaltung Ihres Kindes oder ein Lernen ohne Druck besonders wichtig ist, dann könnte dieser Schultyp interessant sein. Allerdings brauchen Sie auch Vertrauen in die Konzeption und die Menschen dahinter.
Der Unterricht, der Leistungsbegriff (oft keine standardisierten Proben, Noten oder Hausaufgaben) und die Vorbereitung auf die Abschlüsse unterscheiden sich deutlich von der Regelschule. Dadurch ist ein Wechsel nicht unbedingt einfach. Meistens gibt es ein umfangreiches Aufnahmeverfahren und aufgrund großer Nachfrage auch lange Wartelisten. Die Schulkosten werden hier einer mittleren Kategorie zugeordnet. Von den Familien wird in der Regel zusätzlich die Übernahme von Aufgaben erwartet.

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Häufig gestellte Fragen

Sind alternative Schulen besser als die Regelschule?

Es gibt nicht die eine beste Schule, dagegen aber unterschiedliche Systeme. Viele private Schule verfolgen ein anderes pädagogisches Konzept als die öffentlichen Schulen und sind damit eine Alternative zur Regelschule. Da unsere Kinder aber so unterschiedlich und einzigartig sind (zum Glück!), passen die einen eher in das Regelschulsystem, anderen tut ein besonders kinderfreundliches Umfeld gut. Um herauszufinden, welche Schule für das eigene Kind passt, lohnt ein genauer und differenzierter Blick.

Auch hier ist eine pauschale Antwort schwierig. Allgemein sind sehr kreative und praktisch veranlagte Kinder an reformpädagogischen Schulen gut aufgeboben, aber auch besonders wissbegierige, eigenständig Forscher:innen. Zudem finden oft Schüler:innen mit Besonderheiten (wie Dyskalkulie, ADHS, LRS, ASS usw.) ihren Platz, oder diejenigen mit eigenem Lerntempo. Allerdings brauchen diese Schulen eine „gesunde“ Mischung, daher sind grundsätzlich alle willkommen.

Beide pädagogischen Ansätze zählen zur Reformpädagogik, haben eine über 100-jährige Tradition und einige Gemeinsamkeiten. Sie unterscheiden sich besonders in der Unterrichtspraxis: Montessorischulen setzen auf Eigenständigkeit und Selbstorganisation („Freiarbeit“), während an Rudolph-Steiner-Schulen praktische und kreative Aspekte großgeschrieben, die Kinder aber stark gelenkt werden. Zu beachten ist die Klassenzusammensetzung (Montessori oft jahrgangsgemischte, kleinere Gruppen, Waldorf: relativ große Jahrgangsklassen). Dazu lohnt ein Blick auf die Kriterien Inklusion, Schulgeld und Abschlüsse.

Das kostenintensivere Konzept (Personal, Ausstattung, Gruppengrößen) verlangt eine gesonderte Finanzierung (zusätzlich zur staatlichen Förderung), die die Schulen vor allem durch das so genannte Schulgeld stemmen müssen. Die Spanne ist enorm. Während bei konfessionellen Trägern ein Schulplatz bereits unter 100 Euro monatlich zu bekommen ist, kosten manche internationale Schulen deutlich über 1000 Euro pro Monat. Die meisten liegen dazwischen. Einige Schulen (vor allem Waldorf) regeln die Kosten gestaffelt nach Einkommen. Zum monatlichen Beitrag werden Verpflegung und Ganztagsangebote meist extra berechnet. Dazu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr und oft ein zinsloses Darlehen.

Generell werden die dem jeweiligen Schultyp entsprechenden Abschlüsse angeboten. Zum Beispiel Mittlere Reife, wenn es sich um eine private Realschule handelt usw. Waldorfschulen bereiten grundsätzlich auf das Abitur vor. Da die meisten Montessorischulen auf dem Papier als Mittelschulen geführt werden, verlassen ihre Absolvent:innen die Schule oft mit dem Mittleren Schulabschluss (MSA), haben aber die Möglichkeit auf der Montessori-Oberschule (MOS) das (Fach-)Abitur zu machen.

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